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Brief an Ilse Aigner und Sigmar Gabriel wegen Gentechnik-Verboten und -Zulassungen

xxxxx von der Aktion Bantam-Mais xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

DRINGENDE AKTION: Gentechnik-Pflanzen in Europa verhindern!

In den nächsten Tagen stehen wichtige Entscheidungen in Brüssel an:

● Am 2. März soll die zwangsweise Aufhebung der Anbauverbote für Mon810 in Österreich und Ungarn vom Ministerrat abgesegnet werden.
● Bald danach müssen die Minister über zwei weitere Anbauverbote in Griechenland und Frankreich abstimmen.
● Die Kommission will ausserdem erstmals seit 1998 zwei neue Gentechnik-Maisssorten (bt11 von Syngenta und 1507 von Pioneer) zulassen

Für all diese Entscheidungen gilt: Nur eine 2/3 Mehrheit im Rat der Umweltminister kann sie noch stoppen. Bisher hat die Bundesregierung sich dazu nicht verbindlich geäussert. Schreiben Sie deshalb an Umweltminister Gabriel und Landwirtschaftsministerin Aigner und fordern Sie eine klare Stimme gegen Gentechnik!
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Auf der Webseite der Bantam Mais Aktion findet sich ein Email-Formular, dass bereits von mehr als 16000 Unterstützerinnen unterzeichnet wurde.

Hinaus zum 1. Mai….

…denn da ist der 2nd International Sunflower Guerilla Day!! Mehr dazu bei den Brussels Farmers, GuerillagärtnerInnen aus Brüssel….

17. April: Internationaler „La Via Campesina“ Aktionstag in/ bei Berlin

+ + Ab 9. April in Berlin + +
Biodiversitätsfenster bei „Kraut und Rüben“ (Oranienstr. 15)
Bücherauswahl bei Oh 21 (Oranienstr. 21)
Ausstellung zu Via Campesina im Cafe Morgenrot (Kastanienallee 85)

+ + 13. April in Falkenberg + +
14 Uhr Fahrraddemo und Aktion auf einem Genversuchsfeld ab Bahnhof Falkenberg/Elster (Brandenburg)

+ + 16. April in Berlin + +
14 Uhr Infoveranstaltung zu Via Campesina/ zum Aktionstag im „Flora Soft“/ Landwirtschaftliche Gärtnerische Fakultät (Invalidenstr. 42)
19.30 Uhr Infoveranstaltung „Biosprit macht Hunger“ im LUX (Schlesischestr. 41)

+ + 17. April in Berlin + +
12.30 Uhr Protestaktion: Tankstelle Ecke Görlitzer- /Skalitzerstr.
13.30 Uhr Fest am Heinrichplatz: Film, Musik, Vokü und Infos

Mehr Informationen: www.viacampesina.org + + + www.g8-landwirtschaft.net

An die Töpfe, fertig, los…

Für alle Guerilla- und sonstigen GärtnerInnen wird es langsam – trotz Schneestürmen zu Ostern – Zeit, neue Pflanzenbabies heranzuziehen. Wem das Angebot an ökologischem Saatgut im Bioladen an der Ecke nicht abgefahren genug ist, der/die kann auch den kleinen Töpfen ein bisschen Gesellschaft leisten und derweil in den seitenlangen Katalogen der Versandgärtnereien schmökern. Zu empfehlen sind zum Beispiel die Gärtnerei Strickler, die auf Wildpflanzen spezialisiert ist, oder der Saatgutversand von Ulla Grall. Auf den Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. VERN hab ich ja schonmal hingewiesen. An sich ist uns ja allen klar, dass Samen ökologisch erzeugt werden sollten, aber falls eine Argumentationshilfe für die Agitation von NachbarInnen und Bekannten nötig wird, bietet der Bund Naturschutz in Bayern eine gute Seite zum naturgemäßen Gärtnern. Und Save our Seeds starten dieses Jahr wieder ihre Bantam-Mais-Aktion: Gentechnikfreien Mais in alle Balkonkästen!

Weitere Versandhändler:
Bingenheimer Saatgut AG
Dreschflegel e. V.
Bioland Hof Jeebel

und das sind Irinas Tomaten:

(c) 2003 by Irinas-Tomaten

Guerillagärtnern gentrifiziert?

Eine Ankündigung des Seminars für angewandte Unsicherheit [SaU] in Berlin:


Do 7.2.
19 uhr
Sbz Krähenfuss
Hauptgebäude der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Ostflügel Erdgeschoss

INFO & DISKUSSION:
Guerilla Gardening im Dienst der Gentrification ?

Hübsche Baumscheiben, freundliche Gemeinschaftsgärten überall, zumindest in Berlin ist diese Form der subkulturellen und längst auch offiziellen Stadtrenaturierung und der Teilselbstversorgung gerade sehr en vogue.
Ist Guerilla Gardening eine geeignete Strategie zur Wiederaneignung öffentlichen Raumes? Warum bedarf es überhaupt einer Selbstversorgung in der Stadt? Und zu wieviel Gentrification verhelfen wir unseren Wohnumfeldern damit aus eigener, selbstorganisierter Kraft?
Am Beispiel des Nachbarschaftsgarten Rosa Rose werden nach kurzer Projektpräsentation diesen Fragen diskutiert.

mehr Infos
zu Guerrilla Gardening auch auf gruenewelle.org
zu urbaner Landwirtschaft auf urbanacker.net


Morgen ist es soweit…

…wir, also genanet, feiern die Preisträgerinnen unseres Wettbewerbs und die Biodiversität mit Preiseverteilen, Musik und Diskussion, moderiert von Bascha Mika von der taz. Am 29. Januar 2008, 17.00 bis 20.00 Uhr im Besucherzentrum des Bundesumweltministeriums, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin. Alle FreundInnen der Biodiversität sind herzlich eingeladen – bis morgen!

Guerilla Gardening

Gärtnern ist der Trend – das sieht auch die Performancekünstlerin Coco Lores so, die mich mit ihrem Auftritt bei einer Gender Studies-Konferenz letztes Wochenende mit dem Lied „Ich halt den Spaten – ich versprach dir niemals einen Rosengarten“ zu Lachtränen gerührt hat – ich sag bloß „Zucchini und du im Bikini“… Dass ich mich da ertappt fühlte, liegt daran, dass ich – abgesehen von den Kindern – das wahrscheinlich jüngste Mitglied der entstehenden Berliner Ökogartenkolonie Wildkraut bin.
Wem das zu reformistisch ist oder wer zu seinen Tomaten ein weniger besitzergreifendes Verhältnis hat und sie im Zweifelsfall auch mit Kindern und Hunden teilen würde, für den ist das Guerilla Gardening ein prima niedrigschwelliger Einstieg ins GärtnerInnenglück. Die Grüne Welle hat eine Kurzanleitung zum Guerilla Gardening erstellt.
Dazu braucht man im Prinzip bloß ein Fleckchen Erde (ein Brachgrundstück, eine unbegrünte Baumscheibe), ein paar Pflanzen oder Samen (bei VERN kann man alte Nutzpflanzen bestellen, z. B. gelbe Tomaten, Tabak oder Riesenkürbisse. Oder einfach Sonnenblumen nehmen), und ein bisschen Mut. Besonders konspirativ gehts mit seed bombs, mit denen man die Samen über Bauzäune u. ä. befördert – siehe Originalanleitung von 1973.

Weihnachtsgrüße von guerrillagardening.org – hier als pdf.