Deutschland fällt zurück

Vorgestern, also am 27. Oktober 2009, wurde der aktuelle Gender-Gap-Report des Weltwirtschaftsforums der Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits das vierte Jahr in Folge fällt Deutschland zurück. Sahen wir uns 2006 noch auf Rang 5 – zugegebenermaßen fragten wir uns damals, wie wir das geschafft haben – liegen wir nun auf Rang 12. Überrundet von Südafrika auf Rang 6, Philippinen auf Rang 9, Lesotho auf Rang 10. Kritisiert wir von den HerausgeberInnen vor allem der mangelnde Fortschritt im Bereich Partizipation in Politik und Wirtschaft. Da sind wir doch ausnahmsweise mal einer Meinung mit dem Weltwirtschaftsforum.
Untersucht werden in den jährlichen Berichten die Bereiche (in Klammer der Rang von Deutschland) ökonomische Partizipation (Rang 37), Bildung (Rang 49), Gesundheit (Rang 60) und politisches Empowerment (Rang 13). Wie Deutschland es trotzt dieser haarsträubenden Bewertung auf Platz 12 geschafft hat, erschließt sich nicht so richtig.
Führend ist erstmalig Island vor Finnland und Norwegen, Schweden liegt auf Platz 4. Die weltweite Spitze ist also fest in skandinavischer Hand, wobei Island in dieser Hinsicht vermutlich von der Finanzkrise und dem Staatsbankrott profitiert hat, der die Frauen an die Spitze gespült hat..